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Liebe Leser:innen,

vor wenigen Tagen hat die Bundesregierung ihren Aktionsplan gegen Organisierte Kriminalität (OK) beschlossen. Wir freuen uns, dass die OK als dringendes Thema und als Gefährdung für unsere Demokratie anerkannt wird. Im Aktionsplan fehlt allerdings eine wichtige Komponente vollständig: Die Prävention. Wir wollen den Kriminellen nicht nur hinterherlaufen. Wir wollen verhindern, dass die OK wächst und sich ausbreitet. Dazu braucht man Aufklärung, Forschung, ganzheitliche gesellschaftliche Ansätze. Das ist Aufgabe der Zivilgesellschaft: Der Wissenschaft, der Presse, und nicht zuletzt gemeinnütziger Vereine wie mafianeindanke. Deshalb fordern wir die Einrichtung einer zivilgesellschaftlichen Beobachtungsstelle für Organisierte Kriminalität, die diese Aspekte zusammenbringt und die ganzheitliche OK-Bekämpfung unabhängig und kritisch vorantreibt.

Was solche Kollaborationen mit der Zivilgesellschaft erreichen können, veranschaulicht das Beispiel der sozialen Wiederverwendung aus Italien sehr gut. Eingezogene Immobilien, die einst in den Händen der Mafia waren, werden Kommunen oder Vereinen für gemeinnützige Projekte zur Verfügung gestellt. Und auf einmal gibt es:
Demokratie-Sommercamps für Jugendliche in ehemaligen Mafia-Villen.
Bio-Olivenöl von eingezogenen Ländereien.
Eine Polizeiwache im einstigen Versteck von Cosa Nostra-Boss Toto Riina.

Dieses Konzept kann auch in Deutschland funktionieren. Wir fordern, dass die soziale Wiederverwendung Teil der nötigen Reform der Vermögensabschöpfung wird. Mehr dazu und zur italienischen, europäischen und deutschen Rechtslage haben wir in einer ausführlichen Stellungnahme aufgeschrieben. Mit der sozialen Wiederverwendung wird der Rechtstaat für seine Bürger:innen sichtbar, das schafft Vertrauen in die Demokratie.

Zuletzt noch eine gute Nachricht: In Zusammenarbeit mit dem Theaterkollektiv ISO 3591 erstellen wir dieses Jahr ein Theaterstück zum Thema Mafia in Deutschland, das Ende des Jahres in Berlin Premiere feiern wird. Mit ISO 3591 haben wir bereits für die Lesung „Schweigen ist Gift“ über Opfer der Mafia in Deutschland zusammengearbeitet und freuen uns, sie bei diesem spannenden Projekt begleiten zu dürfen!

Viele Grüße und bleiben Sie uns gewogen,

Das Team von mafianeindanke e.V.

P.S. Wenn Sie in den vergangenen Ausgaben des Newsletter schmökern möchten, finden Sie sie in unserem Archiv.

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So sehen die Infografiken unseres Pilotprojekts "Mapping the Mafia" aus. Die Auswertung italienischer Gerichtsurteile hat interessante Informationen ergeben, deshalb möchten wir daran weiterarbeiten und das System ausbauen. Könnten diese Daten in Ihrer Arbeit hilfreich sein? Dann schreiben Sie uns Ihre Ideen für die Weiterentwicklung des Projekts!

 
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Kommende Veranstaltungen
Fachtagung "Transnationale Organisierte Kriminalität"

20.04. 18 Uhr | Berlin

mnd spricht bei der Böll-Stiftung zum Thema Finanzkriminalität. Weitere Informationen folgen in Kürze.

mnd beim Katholikentag 2026

13.-17.05. | Würzburg

Debatte zum Thema Organisierte Kriminalität. Weitere Informationen folgen in Kürze.

mnd bei Pippo Pollina

07.08. 19.30 Uhr | Berlin

Mafianeindanke ist beim Konzert des sizilianischen Liedermachers zu Gast.

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