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Liebe Leser:innen,

hier finden Sie unsere wichtigsten Updates aus den letzten zwei Monaten, für Sie zusammengefasst:

Fokusthema Kokain: Letzten Donnerstag haben wir ein ausführliches Interview mit Sarah David, der Leiterin der Global Partnership on Drug Policy and Development der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) veröffentlicht. Sie sagt zum Thema Kokain klipp und klar: „Kein Land kann das alleine lösen.“ Welche Fortschritte sie sieht und warum ihr das Prinzip der Alternativen Entwicklung so wichtig ist, lesen Sie auf unserer Webseite.

Gesetzentwurf ZFG: Am 14. April haben wir unsere Stellungnahme zum Gesetzesentwurf für ein Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz (ZFG) veröffentlicht. Wir unterstützen in diesem Referentenentwurf insbesondere den Fokus auf einen einheitlichen administrativen Ansatz in der Vermögensabschöpfung. Wir schlagen des Weiteren vor, ein paar Punkte zu verbessern und dafür die soziale Wiederverwendung gesetzlich zu verankern. Wenn gemeinnützige Vereine und soziale Projekte eingezogene Immobilien nutzen können, ist das ein starkes und sichtbares Zeichen für die Kraft des Rechtsstaates.

Mafia-Prozesse: Im April fielen Urteile in Prozessen, die aus der Polizeioperation Boreas letztes Jahr hervorgegangen sind. Der Polizist, der der Anstiftung zum Totschlag und des Verrats von Dienstgeheimnissen angeklagt war, wurde wegen Schuldunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung freigesprochen. Seinem „italienischen Freund“, dem Mafia-Kontakte nachzuweisen waren, wurde zu drei Jahren Haft wegen Anstiftung zur Verletzung des Dienstgeheimnisses und gemeinschaftlichen Betrugs verurteilt. Mafia-Expertin Prof. Anna Sergi von der Universität Bologna ordnet den Fall auf ihrem Blog folgendermaßen ein: „Das zeigt uns, dass [die Mafia] bereits fest in der Gesellschaft verankert ist. Es geht […] darum, von innen heraus zu wissen, wie die Gesellschaft hier funktioniert – weil man Freunde gefunden hat, weil man hier schon lange lebt, weil man weiß, wie man aus den nun schon 40, 50 Jahren, die man hier verbracht hat, Kapital schlagen kann."

Projekte: Unser neues europäisches Projekt STAKEHOLDERS läuft. Darin wollen wir die Rechtsstaatlichkeit in der EU verbessern, indem wir NGOs erklären, wir sie auf EU-Ebene Input aus ihrer Arbeit vor Ort geben können. Interessierte NGOs können am 8. Juni an einem kostenlosen Online-Workshop teilnehmen. Zudem durften wir unser Projekt „Mapping the Mafia“ bei einer Veranstaltung für den DSEE-Stiftungsrat vorstellen.

Und am 21. März waren wir natürlich wie jedes Jahr mit unserem europäischen Netzwerk CHANCE bei der nationalen Gedenkfeier für die unschuldigen Opfer der Mafia in Turin! Ein emotionaler und trotzdem kraftspendender Tag, der das Antimafia-Jahr mit der richtigen Energie beginnen lässt. Auch in den nächsten Wochen und Monaten stehen einige Veranstaltungen an, bei denen wir uns freuen würden, Sie zu treffen! Werfen Sie einen Blick in unseren Kalender.

Viele Grüße und bleiben Sie uns gewogen,

Das Team von mafianeindanke e.V.

P.S. Wenn Sie in den vergangenen Ausgaben des Newsletter schmökern möchten, finden Sie sie in unserem Archiv.

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1117 Namen. 1117 Geschichten. 1117 Leben, die von der Mafia brutal beendet wurden. Am 21. März haben wir in Turin mit unserem Netzwerk CHANCE am Gedenktag für die unschuldigen Opfer der Mafia teilnehmen: Ein Tag des Gedenkens und Erinnerns, des Engagements und der Hoffnung!

 
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Kommende Veranstaltungen
Transnational Threats

06.05. 12.30 Uhr | Berlin

Unser Panel zum Thema "Targeting Mafia Structures: Tools and Strategies from Italy”.

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Europäischer Polizeikongress

07.05. ganztags | Berlin

Unser Infostand auf dem Europäischen Polizeikongress 2026 und ein Vortrag zum Thema Geldwäsche.

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Katholikentag

15.05. 11 Uhr | Würzburg

Wir sind Teil des Podiums “Was haben wir mit organisierter Kriminalität zu tun? Hinsehen statt wegducken".

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Empowering EU Civil Society

08.06. 15.30 Uhr | Online

Wie können NGOs ihre Stimme zum Thema Rechtsstaatlichkeit auf EU-Ebene einbringen? Kostenloser Workshop über den EU Rule of Law Report.

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